Bionic Gear Bag

3Kennt Ihr das, eigentlich seid Ihr Euch ganz sicher, dass Ihr Mal ein E-Book nicht unbedingt braucht, und dann findet Ihr eine tolle Version dieses Teils auf einem eurer Lieblingsblogs und schon wird aus, brauch ich nicht … brauch ich ganz dringend auch.

So ging es mir mit dem Ebook der Bionic Gear Bag, die Version von Melanie (500daysofsewing), hat mir so gut gefallen, dass ich mir kurz entschlossen doch das Ebook bei Craftsy geholt habe. Stoff war auch schnell gefunden, für innen hatte ich mich für Streifen in Blau und Türkis entschieden, für die Innentaschen hatte ich einen hellen Stoff mit grauen Punkten und für außen einen schönen Stoff mit Nähmotiven. Okay und wer jetzt denkt, dass ich gerade andere Stoffe beschrieben habe als die auf den Bildern, der hat recht. Hier seht Ihr nämlich meinen zweiten Versuch, ja der Erste ist in die Tonne gewandert und war einfach nicht mehr zu retten, und da ich nicht mehr genügend Stoff hatte, mussten halt anderer her. Im Nachhinein muss ich auch zugeben, dass mir diese Version von den Stoffen her besser gefällt.

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So, aber erst mal von vorne, also angesteckt von Melanie und somit hoch motiviert mit E-Book und Stoff habe ich mich ans Werk gemacht. Erst mal habe ich versucht mir einen Überblick zu verschaffen, das E-Book beinhaltet lediglich ein Schnittteil, das für die Seitenteile, alle anderen Schnittteile werden nach Größenangaben so zugeschnitten. Also habe ich mir erst mal alle Angaben umgerechnet, damit ich die Teile auch zuschneiden konnte und mir dann markiert welches Teil was ist, da sich die Teile für den Innenraum nicht wirklich großartig unterscheiden. Nachdem alles zugeschnitten war, habe ich angefangen den Innenraum zusammen zunähen. Bis dahin hat auch alles geklappt, alle Vierecke aneinander bekommen, alle Reißverschlüsse drin, Druckknopf für das Notions Fabric Dish Accessory angebracht und voller Zuversicht habe ich angefangen, die vier Innentaschen abzusteppen. Laut Anleitung soll die untere Nahtzugabe der Innentaschen zurückgeschnitten werden, was ich natürlich auch gemacht habe. Als ich damit fertig war, fand ich schon das die Innenfächer recht niedrig wirken und mich schon leicht geärgert, dass meine Stoffschere zum Beispiel nicht reinpassen wird. Aber gut, erst mal habe ich munter weitergemacht und die Seitenteile entsprechend vorbereitet und auch angenäht. Bei dem Anblick kamen mir dann doch so erste Zweifel, die Innentaschen gingen gerade mal bis zur Hälfte der Seitenteile, also habe ich mich an meinen Rechner begeben und mal nachgeschaut, wie es so bei anderen aussieht. Eindeutig, bei mir war irgendwas falsch, aber was, also alles wieder auseinander genommen und noch mal, Teile mussten teilweise neu zugeschnitten werden, da ich ja so klug war, die Nahtzugabe schon abzuschneiden. Das habe ich solange wiederholt bis meine Verzweiflung wirklich groß war und ich das gute Stück erst mal für ein paar Wochen in den Schrank gelegt habe.

Nachdem ich mich wieder beruhigt hatte und ich immer noch gerne eine Bionic Gear Bag hätte, habe ich beschlossen, noch mal ganz von vorne anzufangen. Dabei habe ich festgestellt, dass nicht mehr genügend Stoff vorhanden ist und ich eine neue Kombination brauch, entschieden hatte ich mich schnell für Baumwollstoffe von Art Gallery. Da ich mir auch nicht sicher war, ob der Fehler vielleicht auch beim Umrechnen der Maße lag, habe ich auch dass noch mal gemacht, alles noch mal zugeschnitten und wieder angefangen alles zusammen zu nähen.

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Als ich dann zu den Seitenteilen gelangt bin und gesehen habe, dass die Innentaschen dieses Mal die richtige Höhe haben, war ich schon sehr erleichtert. Danach wurde es noch mal ein bisschen kniffelig das Schrägband an den Seitenteilen zu befestigen, das gute Stück wurde dann doch ein bisschen unhandlich unter der Nähmaschine. Als sie dann endlich fertig war, war ich doch begeistert und froh noch mal einen zweiten Versuch gewagt zu haben. Allerdings werde ich sie so schnell nicht noch mal nähen.

Die Tasche ist wirklich ein Platzwunder und ich finde, dass sie auf Fotos viel kleiner wirkt, als sie in Wirklichkeit ist. Meine Stoffschere passt jetzt rein, also stimmte scheinbar wirklich was mit meiner Umrechnung der Maße nicht.

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Ich hab dann natürlich auch noch das Körbchen für Klammern und sonstige Kleinigkeiten genäht. Ich hab mich allerdings gegen Magnete zum Befestigen entschieden, ich finde sehr viele davon viel zu stark und hatte Angst mir damit hinterher wieder was kaputt zu machen, also habe ich Druckknöpfe aufgenäht.

Absofort kann also die Tupperdose zuhause bleiben, wenn es zu Nähtreffen oder Kursen geht, jetzt hat alles seinen Platz.

Liebe Grüße

Brina

Verlinkt bei: RUMS
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5 Gedanken zu “Bionic Gear Bag

  1. Uih du Arme, das klingt ja nach einem richtigem Kampf! Aber super, dass du es nochmal gewagt hast, denn ich finde das die Tasche super geworden ist!
    Verrätst Du auch, wie du das Körbchen gemacht hast? Das finde ich auch total klasse und würde ich auch gerne mal nähen :). Viele liebe Grüße, Mmikesch

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    • Vielen Dank! Das Körbchen wird aus zwei gleichgroßen Vierecken genäht. An jeder Seite der Vierecke werden kleine Abnäher eingenäht und dann beide zusammen verstürzt und abgesteppt.
      Liebe Grüße
      Brina

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  2. Das ist ja ärgerlich! Wie blöd dass man sich die Schnittteile überhaupt noch selbst aufmalen braucht. Das ist doch keine Arbeit für den Designer, die Maße auch noch eben in den Computer zu geben und die Teile zu beschriften. Schön aussehen tut die fertige Tasche aber und super praktisch ist sie auch! Echt klasse.
    Liebe Grüße
    Katharina

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  3. ohje, es muss wohl so sein, dass sich jeder mit seiner ersten Version erstmal rumärgert. Bei mir waren die Innentaschen zu kurz, da ich diese wohl falsch rum verarbeitet habe… Also selbst wenn man richtig misst ist die Gelinggarantie am Ende nicht da, wenn man es dann anschließend falsch rum hält ;o) Für das Messen kann ich dir aber empfehlen inch-Lineale zu kaufen. Ich habe ein kleines und ein großes. Je öfter man Amerikanische Schnitte verwendet, desto mehr weiß man das zu schätzen und die Umrechnerei (die ja nie haargenau wird) entfällt. Vor allem bei Begriffen wie 1 1/4 inch kriegt man ohne die Lineale schneller mal die Krise…. Aber davon mal abgesehen weiß ich es (so wie Fröbelina auch erwähnt) ebenso zu schätzen, wenn einfach alle Schnittteile zum Ausdrucken sind.

    Schade um deinen Stoff mit den Nähmotiven. Aber die Stoffe die es nun geworden sind finde ich auch sehr toll. Die Fächerlängen und -breiten sind wirklich unschlagbar was da alles reinpasst. So sehr mich meine auch geärgert hat, so toll finde ich sie nun. Hoffe es geht dir mit deiner genauso.

    Da fällt mir noch ein, dass ich ja eigentlich aus dem „Notions Fabric Dish Accessory“ noch kleine Tischmülleimer für Stofffäden machen wollte. Ich glaube das mache ich heute Abend für unseren Nähtreff :o)

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